Gleich vorneweg: Ich hab euch ganz schön hängen lassen was die zeitnahen Posts zum Autoausbau betrifft … Der Ausbau ist nämlich mittlerweile fertig (sofern man das bei einem Selbstausbau überhaupt behaupten kann; Irgendetwas gibt es immer noch zu tun 😉 )
Ich will euch aber trotzdem weiter schrittweise durch die einzelnen Stadien führen. Einfach den fertigen Ausbau zeigen ist dann doch auch irgendwie doof.
Wie im letzten Post angekündigt sind jetzt die Schubladen und der Küchenblock dran.

Schubladen

Die Schubladen bestehen, wie auch der große Teil der Einbauten, aus 10 mm Pappelsperrholz welches mit Holzleisten über Eck verklebt und verschraubt wurde. Das hält bombenfest und ist schön leicht. Ich hab in geistiger Umnachtung gedacht ich bräuchte schicke push-to-open Schubladen. Nachdem das ein ganz schönes Gewurschtel war die Schienen zu befestigen, ist es dann bei einer dieser Schubladen geblieben (rechts oben).
Die anderen beiden Schubladen haben ganz normale Schwerlastauszüge mit Selbsteinzug bekommen (links oben und rechts unten). Diese lassen sich recht preiswert über ebay beziehen und einfach anschrauben. Links unten ist (wie auch vorne im Wohnraum) eine Klappe verbaut, da dort das ganze Kletterequipment und ein zusätzlicher Wasserkanister lagern.

Die Küche

Als erstes habe ich eine Trennwand zwischen Bett und späterem Küchenblock eingezogen. Anschließend habe ich mich um die Befestigung der beiden Wassertanks (20 l Frisch- und 20 l Abwasser) gekümmert, damit sie mir nicht um die Ohren fliegen. Dazu habe ich eine 12 mm Multiplexplatte genommen und mit wasserdichtem Holzlack versiegelt. Um die Kanister auf der Platte zu fixieren habe ich vier Spanngurte verwendet, die ich in der Mitte durch zwei Schlitze in der Platte geführt habe. Hört sich komisch an, ist aber auf den Bildern recht gut zu erkennen. Die Basis der Kanister habe ich dann größzügig mit der Bodenplatte des Autos verschraubt.

Nun kam der eigentliche Bau der Küche dran. Um es vorneweg zu sagen: der Küchenblock ist eigentlich ein Spülenblock mit Aufbewahrungsplatz. Ein Kochfeld und einen Gaskasten habe ich aufgrund der Platzverhältnisse im Auto nicht unterbekommen. Zum Kochen muss ergo ein Gaskartuschenkocher reichen.
Die Küche besteht aus einem Kantholzrahmen welcher an den Seiten mit Pappelsperrholz und oben mit einer lackierten Multiplexplatte verkleidet ist. Oben habe ich einen Ausschnitt für die Spüle ausgesägt. Falls ihr auch eine Küche bauen wollt dann messt den Ausschnitt genau aus… Mich hat meine Pi-mal-Daumen Messmethode einige Stunden gekostet…. 😉 Die Spüle an sich hat eine Abdeckhaube aus temperaturbeständigem Glas und eine klappbare Einhebel-Mischbatterie und um Sie am Rahmen zu befestigen müssen nur vier Schrauben angezogen werden. Damit „klemmt“ sich das Becken von unten an den Holzrahmen.
Um noch ein wenig mehr Platz zum schneiden und werkeln beim Kochen zu gewinnen, ist an der Seite ein klappbares Brett (die sogenannte „Schnibbelablage“ 😉 ) angebracht. Diese ist sehr stabil und hält auch einem großen Wassertopf problemlos Stand.
An der zum Wohnraum gewandten Küchenfront befinden sich zwei Klappen. Eine für Töpfe, Pfannen und Küchenkram und eine hinter der sich die Kanister für Frisch- und Abwasser verbergen.
Der Anschluss der Spüle ist recht simpel: Vom Siphon des Spülbeckens geht ein Abwasserschlauch in den Abwasserkanister und von der Mischbatterie geht ein Schlauch zur Wasserpumpe im Frischwassertank. Nun muss nurnoch die Pumpe an den Strom (kommt in einem separatem Beitrag) angeschlossen werden und schon hat man fließendes Wasser 🙂

Zum Abschluss habe ich noch einen Spritzschutz aus Alublech an die Trennwand geklebt und den kleinen Spalt zur Trennwand mit Silikon versiegelt.
Detailfragen beantworte ich gerne in den Kommentaren oder per E-Mail 🙂

Im nächsten Teil geht es dann um den Bau der Sitzbank und die Polsterung (inklusive schicker Nähanleitung von Viola zum download….) So stay tuned!