Let´s start with the WoMo (Wohnmobil) Ausbau! Das Basisfahrzeug ist ein L1H1 Citroen Jumper mir Erstzulassung von Ende 2012. „Aus dem Ding will er sich ein WoMo bauen? Das ist doch viel zu klein dafür!“ mögen vielleicht einige denken. Klein ist er (nunja verglichen mit einem T4 oder T5 ist er riesig), aber das Tolle ist, dass er eine Innenbreite von 2m hat. Abzüglich Isolierung und Verkleidung bleiben da immernoch 192cm Liegefläche quer übrig.

Der erste Schritt nach dem Ausbauen der Trennwand war der Einbau von Fenstern. Dies habe ich nach einigem Überlegen von einem Fachbetrieb machen lassen, da mir der Selbsteinbau im Winter ohne eigene (warme) Halle bei der Witterung eher suboptimal erschienen ist. Ich habe mich für zwei Ausstellfenster entschieden. Eines mit 50×45 cm in der linken hinteren Türe und eines in 80×45 cm in der Schiebetüre. Da vor die Schiebetüre später einmal die Küche kommt, kann man dann auch bei geschlossener Türe und offenen Fenster ganz gut kochen.

Der nächste Step war die Isolierung. Hier habe ich den von Reimo stammenden Xtrem-Isolator in 2 cm (für die Wände) und in 1,5 cm (für den Boden) verwendet. Die Maße der einzelnen Zuschnitte habe ich im Auto grob abgenommen, dann in der Wohnung auf die Platten verteilt, zugeschnitten und dann die genauen Konturen im Auto vorgenommen. Ging ganz gut so.
Um die Platten an die Wände zu bekommen, habe ich zuerst mit einem Einkomponentenkleber rumgewurschtelt (das ist vielleicht eine Gaudi den Kleber auf die Blechwände zu spachteln…), habe dann aber auf einen Sprühkleber gewechselt. Und ich muss sagen das hat sich gelohnt. Wenn man die angegeben Antrocknungszeiten beachtet klebt er wie Hölle. Bei den ersten Platten hatte ich nicht lange genug gewartet und saß dann 20 min davor um sie festzudrücken… Also lieber ein wenig länger antrocknen lassen dann hält das auch.
Würde ich nochmal isolieren müssen, würde ich auf die selbstklebenden Platten zurückgreifen. Da spart man sich eine Menge Arbeit und wenn man den verbrauchten Kleber im Vergleich zu den Mehrkosten der selbstklebenden Platten sieht, gibt sich das nicht viel und man hat deutlich weniger Sauerei.

 

Anzeichnen der Rohmaße für die Wände
Anzeichnen der Rohmaße für die Wände

 

Die fertig isolierten Wände
Die fertig isolierten Wände

 

Verkleben der Bodenisolierung
Verkleben der Bodenisolierung

 

Als nächstes war die Bodenplatte dran. Nachdem alle Möbel auch am Boden festgeschraubt werden sollen, habe ich mich für eine einteilige 15 mm Siebdruckplatte entschieden. Zum Glück hatte ich bei der Bodenplatte die Möglichkeit in einer Halle zu arbeiten um die Riesenplatte (Rohmaß 2×3 m) nicht in meine Dachgeschosswohnung tragen zu müssen… Nachdem von der Bodenisolierung schon Pappschablonen mit der groben Bodenkontur vorhanden waren, konnte ich diese recht einfach auf die Siebdruckplatte übertragen. Leider hat die Kontur nicht zu 100% gepasst und so musste die Platte mehrmals ins Auto rein- und wieder rausgehoben werden.
Die fertige Platte wurde zum einen mit der Bodenisolierung verklebt und zusätzlich noch durch die Verzurrösen an sechs Punkten mit dem Fahrzeugboden verschraubt.

 

Stichsägenspaß mit der Bodenplatte
Stichsägenspaß mit der Bodenplatte

 

Bohrung für die Verschraubung mit dem Fahrzeugboden
Bohrung für die Verschraubung mit dem Fahrzeugboden

 

Die muss da rein…

 

Vielen Dank an der Stelle auch an die Jungs aus dem Wohnmobilforum. Ohne deren Hilfe ginge hier garnichts voran 😉
Im nächsten Post wird es um die Raumplanung gehen so stay tuned.